Die Glühlampe
Die Anfänge
1809 wurde erstmals eine funktionstüchtige Bogenlampe von Humphry Davy gebaut. Diese Lampe basierte auf dem Prinzip der Gasentladungslampe, aber sie erzeugte einen sehr hohen Lichtanteil. William Edwards Staite experimentierte in den folgenden Jahren mit dieser Lampe und stellte während der 1840er mehrere verbesserte Versionen vor. Allerdings gab es bereits 1820 eine funktionierende Glühlampe mit Platinfaden unter einer luftleeren Glasglocke. Erfinder und Herkunft dieser Lampe sind bis heute noch unklar.
Thomas Alva Edison – Erfinder der Glühlampe
Edison benutzte statt Platin einen Kohlefaden, dadurch hatte er eine bessere Lichtausbeute. Er patentierte 1880 den verkohlten Bambusfaden, der in der Glühbirne zum Einsatz kam. Das erste konstant leuchtende Licht wurde 1835 in Dundee von einem Schotten namens James Bowman Lindsay vorgestellt. Das erste bekannte Patent auf eine Glühlampe, erhielt Frederick de Moleyns 1841, dadurch, dass er als Lichtleiter Kohlepulver zwischen Platindrähten verwendet, die er unter einem luftleeren Glaskolben verbaute. Ebenfalls ein Patent auf eine Glühlampe, erhielt der Amerikaner John Wellington Starr 1845 durch Edward Augustin King in London. Er verwendete statt Kohlepulver, Karbonstifte als Glühmaterial. Damit erzeugt er ein sehr helles Licht. Heinrich Göbel versuchte vor Gericht zu behaupten, dass er bereits in den 1850er Jahren mit der Glühbirne rumexperimentiert hat, allerdings konnte er sich nicht durchsetzen. Dennoch wird er heute als Erfinder der Kohlefadenglühlampe angesehen. Im Jahr 1860 entwickelte der Brite Joseph Wilson Swan eine Glühlampe mit verkohltem Papier als Glühfaden in einem luftleeren Glaskolben. 1878 gelang ihm dann auch die Herstellung einer brauchbaren elektrischen Glühlampe. Für diese Erfindung erhielt er ein Patent in England und das schon zwei Jahre früher als Edison für seine vergleichbare Erfindung in den USA. Für diese Glühlampen stellte er eine Fassung mit dem heute bekannten Namen „Swanfassung“ her. Die Swanfassung löste sich, im Gegensatz zu den Schraubgewinden der Edisonglühlampen, nicht bei Erschütterungen. 1880 erhielt Thomas Alva Edison das Patent auf eine Glühlame mit einem Kohleglühfaden aus verkohlten Bambusfasern in einem luftleeren Glaskolben. Nach anfänglichen Streitigkeiten der zwei einigten sich Edison und Swan und gründeten 1883 in London eine gemeinsame Firma.
Die Glühlampe in Europa
In den 1880er Jahren nahm der Aufbau der elektrischen Energie in Europa stark zu. So dauerte es nicht lange, bis die Glühlampe in den privaten Haushalten zum Einsatz kam. Willis Whitnew baute 1903 eine Glühlampe mit einem metallummantelten Kohlefaden. Seine Erfindung hatte den Vorteil, das Innere der Glühlampe nicht zu schwärzen. Nachdem Alexander Nikolayevich Lodygin sein Patent zur Herstellung von Wolframglühfäden 1906 an die Firma General Electric Company verkaufte, gelang es 1910 William David Coolidge eine verbesserte Methode für die Herstellung von Wolframglühfaden zu entwickeln. Die Methode war effektiv und kostengünstig, damit der Wolframglühfaden alle anderen Glühfaden Typen überdauern sollte. 1911 entdeckte Irving Langmuir, dass durch die Verwendung von Argon-Stickstoff-Gemisch die Lebensdauer des Glühfadens in der Glühlampe deutlich verlängert wird. Seit 1936 wird das Edelgas Krypton und seit 1958 auch erstmals Xenon benutzt.
Artikel Die Glühlampe am 2010-10-05 10:48:49 aufgenommen!